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Frühe Formen afghanischer Staatlichkeit erreichten ihren Höhepunkt mit den paschtunischen Reichen: Das Herrschaftsgebiet des Stammesführers Achmad Schah Durrani im 18. Jahrhundert erstreckte sich als lockere Stammeskonföderation vom Osten Persiens bis nach Indien. Schwächung und Zerfall dieses Reiches gingen einher mit Versuchen Russlands und Englands, ihren Einfluss auf die Region am Hindukusch auszudehnen. In drei anglo-afghanischen Kriegen kämpften die afghanischen Stämme gegen die britische Vorherrschaft. Mit der durch paschtunisches Siedlungsgebiet verlaufenden "Durand-Linie" entstand 1893 die bis heute gültige Grenze zwischen Afghanistan und Pakistan. Im 20. Jahrhundert bildete sich ein moderner afghanischer Zentralstaat aus. Der Vertrag von Rawalpindi sicherte 1919 die Unabhängigkeit des Landes.

Afghanistan wurde in den siebziger Jahren zum Vorfeld sowjetischer und amerikanischer Interessen. Die Führung in Moskau etablierte 1978 in Kabul eine kommunistische Regierung. Dass deren Führer auch geschickt ihre eigenen Ziele im innerafghanischen Machtgefüge verfolgten, war ein Hauptgrund für den Einmarsch der Sowjetarmee im Dezember 1979. Die folgende, fast ein Jahrzehnt währende Besatzung wirtschaftete das Land herunter und rief neben ungezählten Opfern einen Heiligen Krieg der Mudschaheddin hervor. Nach dem sowjetischen Abzug bekämpften sich ihre Führer weiter und zogen Afghanistan in einen Bürgerkrieg, an dessen Ende das Land in die Einflussbereiche von Warlords und Stammesführern zerfallen war. Der Bürgerkrieg mündete in die mehrere Jahre andauernde Herrschaft der Taliban, die in Afghanistan einen fundamentalistischen Gottesstaat errichteten. Mit ihrem Sturz durch aus dem Westen unterstützte Kräfte der Nordallianz begann Ende 2001 der bis heute andauernde Prozess des Wiederaufbaus unter internationalem Schutz.


Die Anfänge Afghanistans (Conrad Schetter), in: Bernhard Chiari (Hrsg.), Wegweiser zur Geschichte Afghanistan, 3. Aufl., Paderborn u.a. 2009, S. 18-25
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Afghanistan als Objekt britischer und russischer Fremdherrschaft im 19. Jahrhundert (Jörg Baberowksi), in: Bernhard Chiari (Hrsg.), Wegweiser zur Geschichte Afghanistan, 3. Aufl., Paderborn u.a. 2009, S. 26-35
PDF-Download (730 KB)

Afghanistan als Staat im 20. Jahrhundert (Reinhard Schlagintweit), in: Bernhard Chiari (Hrsg.), Wegweiser zur Geschichte Afghanistan, 3. Aufl., Paderborn u.a. 2009, S. 36-47
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Afghanistan als militärisches Ziel deutscher Außenpolitik im Zeitalter der Weltkriege (Rolf-Dieter Müller), in: Bernhard Chiari (Hrsg.), Wegweiser zur Geschichte Afghanistan, 3. Aufl., Paderborn u.a. 2009, S. 48-59
PDF-Download (625 KB)

Der sowjetische Einmarsch in Afghanistan und die Besatzung von 1979 bis 1989 (Bernhard Chiari), in: ders. (Hrsg.), Wegweiser zur Geschichte Afghanistan, 3. Aufl., Paderborn u.a. 2009, S. 60-73
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Der afghanische Bürgerkrieg (Katja Mielke), in: Bernhard Chiari (Hrsg.), Wegweiser zur Geschichte Afghanistan, 3. Aufl., Paderborn u.a. 2009, S. 74-81
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Spuren der Geschichte: Die alte Festung in Herat, Foto: Picture Alliance / dpa